© Kultur- und Freitzeitanlagen GesmbH, Lesachtal - 2015
Die Anlage
Geigenbaumuseum Johann Lexer (1904 – 1980) Das Geigenbaumuseum zeigt eine Auswahl von Lexers Geigen. Zu sehen gibt es neben seinem ersten Cello (1925), die erste Geige, die 1926 entstand. Ausgestellt ist aber auch Lexers Lieblingsgeige. Diese nahm er bei Festen, Hochzeiten und Unterhaltungen zur Hand. Lexer baute seine Geigen nach seinen beiden großen Vorbildern Stradivari und Stainer. Ins Staunen kommt der Museumsbesucher im „Rondell“. Hier wird die Jahresleistung von Lexer zur Schau gestellt. Über 70 Geigen und Ziergeigen hat er in manchen  Jahren hergestellt. Nebenbei war er noch Kapellmeister, bildete Jungmusiker aus, war Organist, komponierte, übte mit seiner Familienmusik und ging seinem Brotberuf als Gemeindesekretär nach. Den Höhepunkt des Museums bildet die Werkstatt von Johann Lexer. Der Instrumentenbauer fertigte nicht nur Geigen an, sondern auch die Werkzeuge, die er zur Herstellung der Instrumente benötigte. Über 100 Kompositionen, darunter Walzer, Märsche, aber auch klassische Stücke, Quartette, auch ein Requiem mit Text, stammen aus seiner Feder. Erhalten blieb auch die Kapellmeistertracht, die er jahrzehntelang trug. In der ORF-Dokumentation von Walter Deutsch „Fein sein, beinander bleibn“ (1976) erzählt Johann Lexer, wie er zum Geigenbau gekommen ist und wie er eine Geige baut.
Schustermuseum Andreas Niggler (1911 – 1995) Er lernte das Handwerk ab dem Jahre 1927 im Pinzgau. Seine Gesellenjahre folgten in Bischofshofen, Lienz und Liesing, wo schon sein Vater als Schuhmacher tätig war. 1939 legte Niggler die Meisterprüfung ab und wurde selbstständig.  Trotz der geänderten Ansprüche blieb Niggler ein Schuhmacher und –händler „alten Stils“ bis zu seiner  Pensionierung 1978. Der „letzte Lesachtaler Schuhmachermeister“ hat seine originell, heimelig anmutende Werkstatt im altgewohnten Zustand belassen. Die Werkstatt sollte nach Absicht des Meisters als ein kleines Museum erhalten bleiben, in dem auch die Schuhmoden im Zeitablauf zwischen 1920 und 1980 besichtigt werden können. Viele Jahre nach seinem Tod wurde seinem Wunsch nun entsprochen. Die Werkstatt ist so erhalten, wie Andreas Niggler sie 1995 verlassen hat. So wird der Besucher im alten Schusterhaus in die Zeit der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückversetzt.
Handwerk neu inszeniert in der Volksmusikakademie, in Liesing / Lesachtal